Sollten Sie sich für eine GRC-Plattform, einen Berater oder beides entscheiden?
Überblick
Wenn Sie Compliance-Frameworks wie ISO 27001, SOC 2 oder die DSGVO anstreben, stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung: in eine GRC-Plattform investieren, Compliance-Berater engagieren oder beide Ansätze kombinieren. Jede Option bietet spezifische Vorteile und Grenzen. Dieser Leitfaden hilft Ihnen zu verstehen, wann welcher Ansatz am besten funktioniert und wie Sie die richtige Wahl für die Compliance-Ziele, das Budget und den Zeitplan Ihres Unternehmens treffen.
Wen dies betrifft
Dieser Leitfaden ist wertvoll für Organisationen in jeder Compliance-Reifestufe, von Startups, die ihre erste Zertifizierung anstreben, bis hin zu etablierten Unternehmen, die ihr Compliance-Portfolio erweitern. Er ist besonders relevant für Entscheidungsträger, die Budgetbeschränkungen, Zeitdruck und interne Kompetenzlücken abwägen müssen.
Verständnis Ihrer drei Optionen
Option 1: Nur GRC-Plattform
Das erhalten Sie: Eine Softwareplattform, die Vorlagen, Workflows, Beweiserhebung und Tools für das Compliance-Projektmanagement bereitstellt.
Am besten geeignet für:
Organisationen mit vorhandener interner Compliance-Expertise
Teams, die bereits erfolgreich Compliance-Projekte verwaltet haben
Unternehmen, die bestehende Zertifizierungen aufrechterhalten, statt eine Erstzertifizierung anzustreben
Knappe Budgets, bei denen Softwarekosten kalkulierbarer sind als Beratungsgebühren
Einschränkungen:
Erfordert interne Teammitglieder, die die Framework-Anforderungen tiefgreifend verstehen
Keine strategische Anleitung zu Scoping, Risiko-Priorisierung oder Auswahl von Kontrollen
Höheres Risiko des Scheiterns bei Audits, falls das interne Team Compliance-Fehler macht
Längere Zeitpläne, da das Team durch Ausprobieren (Trial and Error) lernt
Die Plattform kann keine nuancierten Fragen zu Ihrer spezifischen Situation beantworten
Option 2: Nur Berater
Das erhalten Sie: Professionelles Fachwissen, strategische Anleitung, Gap-Analysen, Überprüfung der Dokumentation und Audit-Vorbereitung durch erfahrene Compliance-Experten.
Am besten geeignet für:
Organisationen, die zum ersten Mal eine Compliance-Zertifizierung anstreben
Komplexe Compliance-Situationen, die spezialisiertes Fachwissen erfordern
Teams ohne internes Compliance-Wissen oder entsprechende Ressourcen
Hochriskante Zertifizierungen, bei denen ein Scheitern des Audits schwerwiegende geschäftliche Folgen hätte
Unternehmen, die eine schnelle Zertifizierung mit expertengeführter Beschleunigung benötigen
Einschränkungen:
Höhere Initialkosten im Vergleich zu rein plattformbasierten Ansätzen
Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und den Zeitplänen des Beraters
Nach der Zertifizierung kann die laufende Compliance eine fortgesetzte Beratungsbeziehung erfordern
Wissenstransfer hängt von der Qualität des Beraters und dem Kooperationsmodell ab
Weniger skalierbar für Organisationen, die mehrere Frameworks verwalten
Option 3: Hybrider Ansatz (Plattform + Berater)
Das erhalten Sie: Eine GRC-Plattform für Workflow-Automatisierung und Beweismanagement, kombiniert mit Berater-Expertise für strategische Anleitung und Audit-Vorbereitung.
Am besten geeignet für:
Die meisten Organisationen, die eine Erstzertifizierung anstreben
Unternehmen, die Compliance langfristig nach Ende des Berater-Engagements selbst verwalten wollen
Teams, die interne Compliance-Kompetenzen aufbauen müssen
Organisationen, die Geschwindigkeit, Kosten und Risikomanagement ausbalancieren
Vorteile:
Berater-Expertise reduziert Risiken und beschleunigt den Zeitplan
Die Plattform bietet eine langfristige Infrastruktur für laufende Compliance
Wissenstransfer findet im Kontext der Plattform statt, was die Merkfähigkeit verbessert
Kosteneffizienter als reine Beratung für mehrjähriges Compliance-Management
Plattform-Automatisierung reduziert die Abhängigkeit von fortlaufender Beratung
Der hybride „Sweet Spot“: Viele erfolgreiche Compliance-Programme nutzen Berater intensiv während der ersten Implementierung (Gap-Analyse, Scoping, Richtlinienentwicklung, Audit-Vorbereitung), während sie gleichzeitig ihre GRC-Plattform-Infrastruktur aufbauen. Nach der Zertifizierung wechseln sie zur plattformgesteuerten laufenden Compliance mit regelmäßigen Check-ins durch den Berater.
Entscheidungsrahmen
Wählen Sie „Nur Plattform“, wenn:
✓ Sie Mitarbeiter mit Erfahrung in früheren Compliance-Zertifizierungen haben
✓ Sie bestehende Zertifizierungen pflegen und keine Erstzertifizierung anstreben
✓ Ihre Compliance-Anforderungen relativ unkompliziert sind
✓ Sie 6–12 Monate Zeit für eine langsamere, lernorientierte Implementierung haben
✓ Budgetbeschränkungen Beratungsgebühren unerschwinglich machen
✓ Sie bereit sind, ein höheres Risiko für Audit-Feststellungen oder ein Scheitern zu akzeptieren
Risiko bei reiner Plattform-Nutzung: Ohne Expertenrat machen Organisationen häufig teure Fehler wie falsches Scoping, unzureichende Risikobewertungen, fehlende Implementierung von Kontrollen oder unzureichende Beweiserhebung. Diese Fehler werden erst während des Audits offensichtlich – wenn es für einfache Korrekturen zu spät ist –, was zu Verzögerungen, zusätzlichen Sanierungskosten und potenziellem Zertifizierungsverlust führen kann.
Wählen Sie „Nur Berater“, wenn:
✓ Dies Ihre erste Compliance-Zertifizierung ist
✓ Sie über keinerlei interne Compliance-Expertise verfügen
✓ Der Zeitplan kritisch ist (z. B. Anforderungen in Kundenverträgen, Finanzierungsbedingungen)
✓ Sie den Zertifizierungserfolg so weit wie möglich garantiert haben wollen
✓ Ihr Unternehmen klein genug ist, dass sich Plattformkosten nicht rechtfertigen lassen
✓ Sie planen, das laufende Compliance-Management auszulagern
Einschränkung bei reiner Beratung: Nach der Erstzertifizierung benötigen Sie Systeme für das fortlaufende Compliance-Management. Ohne Plattform-Infrastruktur könnten Sie Probleme bei der Beweiserhebung, Richtlinienverteilung, Kontrolle der Maßnahmen und Vorbereitung auf Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudits bekommen. Viele Organisationen, die anfänglich nur auf Berater setzten, investieren später ohnehin in Plattformen.
Wählen Sie den „Hybriden Ansatz“, wenn:
✓ Dies Ihre erste Zertifizierung ist, Sie aber ein dauerhaftes Compliance-Management planen
✓ Sie langfristig interne Compliance-Kompetenzen aufbauen möchten
✓ Sie mehrere Compliance-Frameworks verwalten oder planen
✓ Sie sowohl Geschwindigkeit (beratergesteuert) als auch Nachhaltigkeit (plattformgestützt) benötigen
✓ Sie ein Budget für Investitionen in Plattform und Beratung haben
✓ Sie Risikominderung mit Kosteneffizienz in Einklang bringen wollen
Best-Practice-Empfehlung: Für die meisten Organisationen, die eine Erstzertifizierung für ISO 27001, SOC 2 oder ähnliches anstreben, liefert der hybride Ansatz die optimalen Ergebnisse. Berater sichern den Zertifizierungserfolg, während Plattformen eine nachhaltige langfristige Compliance-Infrastruktur aufbauen. Diese Kombination kostet über 2–3 Jahre hinweg typischerweise weniger als rein beratergesteuerte Ansätze und bietet ein deutlich geringeres Risiko als reine Plattform-Ansätze.
Kostenvergleich
Kosten bei „Nur Plattform“
Erstes Jahr: 5.000 – 25.000 $ (Plattformgebühren, Implementierung, Schulung)
Laufend: 3.000 – 15.000 $ jährlich (Lizenzierung, Support)
Versteckte Kosten: Zeitaufwand interner Mitarbeiter (1,5+ Vollzeitäquivalente), potenzielle Audit-Nachbesserungen, Verzögerungen bei der Zertifizierung
Kosten bei „Nur Berater“
Erstzertifizierung: 15.000 – 75.000+ $, abhängig von Umfang und Expertenwissen
Laufend: 10.000 – 40.000+ $ jährlich für Überwachungsaudits und Rezertifizierung
Zusätzlich: Tools für Beweiserhebung, Richtlinienmanagement und Compliance-Tracking
Kosten beim hybriden Ansatz
Erstes Jahr: 20.000 – 90.000 $ (Plattform + Berater-Engagement)
Laufend: 5.000 – 20.000 $ jährlich (Plattform + periodische Unterstützung durch Berater)
Nutzen: Geringeres Risiko, schnellerer Zeitplan, nachhaltige Infrastruktur, Wissenstransfer
ROI-Betrachtung: Obwohl hybride Ansätze im ersten Jahr höhere Kosten verursachen, liefern sie oft über 2–3 Jahre einen besseren Return on Investment. Eine schnellere Zertifizierung (beratergeführt) bedeutet schnelleren Marktzugang, während die Plattforminfrastruktur die laufenden Compliance-Kosten im Vergleich zur dauerhaften Beraterabhängigkeit senkt.
Was Berater leisten können, Plattformen aber nicht
Strategische Expertise
Intelligentes Scoping: Festlegen, was basierend auf Geschäftszielen und Risikotoleranz in den Zertifizierungsbereich fallen sollte
Risiko-Priorisierung: Identifizieren, welche Risiken für Ihren spezifischen geschäftlichen und branchenspezifischen Kontext am wichtigsten sind
Auswahl von Kontrollen: Auswahl geeigneter Maßnahmen, die Framework-Anforderungen erfüllen und gleichzeitig zu Ihrer Organisation passen
Ressourcenoptimierung: Beratung dazu, wo Compliance-Aufwand investiert werden sollte, um maximalen Nutzen für Zertifizierung und Sicherheit zu erzielen
Erfahrungsbasierte Anleitung
Auditoren-Perspektive: Verstehen, worauf Zertifizierungs-Auditoren achten und was sie erwarten
Häufige Fallstricke: Vermeidung von Fehlern, die bei anderen Organisationen zum Scheitern der Zertifizierung geführt haben
Branchenpraktiken: Wissen, was ähnliche Organisationen in Ihrem Sektor typischerweise implementieren
Framework-Interpretation: Erläuterung nuancierter Framework-Anforderungen und wie diese auf Ihre Situation anzuwenden sind
Audit-Vorbereitung
Bereitschaftsbewertung: Durchführung von Reviews vor dem Audit, um Lücken vor dem offiziellen Termin zu identifizieren
Dokumentationsprüfung: Sicherstellen, dass Richtlinien, Verfahren und Beweise den Zertifizierungsstandards entsprechen
Test-Audits (Mock Audits): Durchführung von Übung-Audits, um Ihr Team vorzubereiten und Schwachstellen aufzudecken
Audit-Unterstützung: Teilnahme am oder Unterstützung während des Zertifizierungsaudit-Prozesses
Wertversprechen der Berater: Gute Berater haben dutzende oder hunderte Organisationen durch Zertifizierungen begleitet. Sie wissen, was funktioniert, was fehlschlägt und wie man komplexe Compliance-Situationen effizient meistert. Diese Erfahrung ist allein durch Plattformen schwer zu replizieren, insbesondere bei Erstzertifizierungen.
Was Plattformen leisten können, Berater aber nicht
Nachhaltige Infrastruktur
Laufende Compliance-Workflows: Automatisiertes Aufgabenmanagement für wiederkehrende Compliance-Aktivitäten
Systeme zur Beweiserhebung: Kontinuierliche Sammlung und Organisation von Audit-Nachweisen
Änderungsmanagement: Nachverfolgung von Richtlinien-Updates, Änderungen an Kontrollen und Compliance-Status im Zeitverlauf
Skalierbarkeit: Bewältigung zunehmender Compliance-Komplexität beim Hinzufügen weiterer Frameworks oder Unternehmenswachstum
Team-Befähigung
Klare Verantwortlichkeiten: Transparente Workflows, die zeigen, wer welche Compliance-Aufgaben verantwortet
Kollaborations-Tools: Strukturierte Kommunikation und Koordination über Abteilungen hinweg
Schulung und Anleitung: Integrierte Framework-Leitfäden und Compliance-Schulungen für Teammitglieder
Self-Service-Funktionen: Teams befähigen, zur Compliance beizutragen, ohne ständig externe Hilfe zu benötigen
Effizienz durch Skalierung
Multi-Framework-Management: Gleichzeitige Koordination von ISO 27001, SOC 2, DSGVO und anderen Frameworks
Berichtsautomatisierung: Erstellung von Compliance-Statusberichten für Stakeholder und Kunden
Integrationsautomatisierung: Automatisierte Beweiserhebung aus Cloud-Infrastrukturen, Identitätssystemen usw.
Kostenvorhersehbarkeit: Feste Plattformkosten gegenüber variablen Beratungsgebühren
Plattform-Wertversprechen: Plattformen sind hervorragend darin, Compliance-Vorgänge zu systematisieren, die Teamarbeit zu ermöglichen und eine Infrastruktur für die langfristige Compliance-Verwaltung bereitzustellen. Sie sind besonders wertvoll für Organisationen, die Compliance langfristig über mehrere Frameworks oder Geschäftseinheiten hinweg managen.
Den richtigen Berater finden
Wenn Sie entscheiden, dass Berater-Expertise für Ihren Compliance-Prozess wertvoll ist:
Nutzen Sie das ISMS Directory: Besuchen Sie ismsdirectory.com, um nach spezialisierten Compliance-Beratern zu suchen. Geben Sie einfach ein, wonach Sie suchen – zum Beispiel „ISO 27001-Berater in [Region]“, „SOC 2 Implementierungsexperte“ oder branchenspezifisches Compliance-Wissen. Das Verzeichnis hilft Ihnen, Profis mit genau der Erfahrung zu finden, die Ihre Organisation benötigt.
Kriterien zur Bewertung von Beratern
Framework-Expertise: Nachgewiesene Erfahrung mit Ihrem spezifischen Compliance-Framework
Branchenkenntnis: Verständnis der Compliance-Herausforderungen und Normen Ihrer Branche
Erfolgsbilanz bei Zertifizierungen: Erfolgreiche Kundenzertifizierungen, die als Referenz dienen können
Engagement-Modell: Festpreisprojekte vs. Stundensätze vs. Retainer-Modelle
Wissenstransfer: Verpflichtung zum Aufbau Ihrer internen Kompetenz statt Erzeugung von Abhängigkeit
Plattformagnostisch: Keine Interessenkonflikte durch Partnerschaften mit Plattformanbietern (außer dies ist beabsichtigt)
Fragen an potenzielle Berater
„Wie viele Organisationen haben Sie bereits durch die [Framework]-Zertifizierung begleitet?“
„Wie sieht der typische Zeitplan Ihrer Kunden von der Beauftragung bis zur Zertifizierung aus?“
„Können Sie drei Referenzen von kürzlich abgeschlossenen Zertifizierungsprojekten nennen?“
„Wie gehen Sie beim Wissenstransfer und beim Aufbau interner Kompetenzen vor?“
„Wie strukturieren Sie Ihre Gebühren – projektbasiert oder nach Aufwand (Time-and-Materials)?“
„Empfehlen Sie bestimmte GRC-Plattformen und haben Sie geschäftliche Beziehungen zu diesen?“
Ansätze effektiv kombinieren
Phasenbasiertes Kooperationsmodell
Phase 1: Fundament (Berater-fokussiert)
Gap-Analyse und Scoping (beratergeführt)
Plattformauswahl und -einrichtung (beratergestützt)
Entwicklung des Richtlinien-Frameworks (vom Berater entworfen, vom Team in der Plattform geprüft)
Methodik der Risikobewertung (vom Berater angeleitet)
Phase 2: Implementierung (Kollaborativ)
Umsetzung der Kontrollen (vom Team ausgeführt, vom Berater geprüft)
Einrichtung der Beweiserhebung (plattformautomatisiert, vom Berater validiert)
Internes Audit (vom Berater unter Nutzung der Plattformdaten durchgeführt)
Nachbesserungen/Remediation (teamgeführt mit Anleitung des Beraters)
Phase 3: Zertifizierung (Berater-gestützt)
Bereitschaftsbewertung vor dem Audit (vom Berater durchgeführt)
Finalisierung der Dokumentation (vom Team in der Plattform ausgeführt, vom Berater geprüft)
Zertifizierungsaudit (teamgeführt, Berater steht für Unterstützung bereit)
Übergang zur laufenden Compliance nach der Zertifizierung (plattformgesteuert)
Phase 4: Laufende Compliance (Plattform-primär)
Routinemäßige Compliance-Vorgänge (vom internen Team über die Plattform verwaltet)
Regelmäßige Berater-Check-ins (vierteljährlich oder halbjährlich)
Vorbereitung auf Überwachungsaudits (plattformgestützt mit Berater-Review)
Updates und Änderungen am Framework (vom Berater begleitet)
Optimale Hybrid-Strategie: Nutzen Sie Berater intensiv (50–100+ Stunden) während der Erstzertifizierung, um den Erfolg zu sichern und Wissen aufzubauen. Wechseln Sie danach zu plattformgesteuerten Abläufen mit punktueller Unterstützung durch den Berater (10–20 Stunden pro Jahr) für komplexe Fragen, Audits und Framework-Updates. Dieser Ansatz bietet ein Gleichgewicht zwischen Kosten, Risiko und Nachhaltigkeit.
Besondere Überlegungen
Unternehmensgröße
Kleine Teams (<20 Personen): Nur Berater oder eine leichtgewichtige Plattform + Berater funktioniert oft am besten; vollwertige GRC-Plattformen können überdimensioniert sein.
Mittelstand (20–500 Personen): Der hybride Ansatz bietet den besten Wert; die Plattform-Infrastruktur wird unverzichtbar.
Großunternehmen (>500 Personen): Plattform für die Skalierung erforderlich; Beraterunterstützung variiert je nach interner Expertise.
Compliance-Komplexität
Einzelnes Framework: Nur Plattform kann ausreichen, wenn Expertise vorhanden ist; Berater für Einsteiger empfohlen.
Mehrere Frameworks: Plattform essenziell zur Komplexitätsbewältigung; Berater wertvoll für eine effiziente Harmonisierung über Frameworks hinweg.
Regulierte Branchen: Höhere Anforderungen rechtfertigen oft Beraterinvestitionen, um Audit-Risiken zu minimieren.
Dringlichkeit des Zeitplans
Standard-Zeitplan (6–12 Monate): Alle drei Ansätze sind machbar; Wahl basierend auf Expertise und Budget.
Beschleunigter Zeitplan (3–6 Monate): Berater-Expertise ist entscheidend für die Geschwindigkeit; Plattform hilft, ist aber zweitrangig gegenüber Expertenführung.
Akute Dringlichkeit (<3 Monate): Beratergeführte Umsetzung ist unerlässlich; seien Sie vorsichtig bei unrealistischen Versprechen von Anbietern.
Nächste Schritte
Nachdem Sie sich für einen Ansatz entschieden haben:
Prüfen Sie den umfassenden Leitfaden zur Bewertung von GRC-Plattformen, falls Sie Plattformlösungen in Betracht ziehen.
Achten Sie auf Warnsignale bei der Anbieterbewertung, um problematische Plattformen oder Berater zu vermeiden.
Suchen Sie auf ismsdirectory.com nach qualifizierten Beratern, die Ihren Anforderungen entsprechen.
Erkunden Sie KI-gestützte Compliance-Tools als potenzielle Ergänzung zu traditionellen Ansätzen.
Erstellen Sie detaillierte Anforderungen und ein Budget für Ihren gewählten Ansatz.
Hilfe erhalten
Sie sind immer noch unsicher, welcher Ansatz zu Ihrer Situation passt? Nutzen Sie diese Ressourcen:
Unabhängige Berater: Viele Compliance-Berater bieten kostenlose Erstberatungsgespräche an, um Ihre Bedürfnisse einzuschätzen und den besten Weg zu finden.
Plattform-Anbieter: GRC-Plattformanbieter können Ihnen helfen zu verstehen, ob Ihr Unternehmen über die interne Expertise für eine reine Plattform-Lösung verfügt.
Peer-Unternehmen: Vernetzen Sie sich mit anderen aus Ihrer Branche, die ähnliche Zertifizierungen durchlaufen haben, um von deren Erfahrungen zu lernen.
ISMS Directory: Durchsuchen Sie ismsdirectory.com, um Dienstleister zu finden und verfügbare Berater-Support-Optionen zu verstehen.
Denken Sie daran: Die richtige Wahl hängt von der einzigartigen Kombination aus Compliance-Zielen, interner Expertise, Budgetvorgaben, Zeitdruck und Risikotoleranz Ihres Unternehmens ab. Lassen Sie sich bei der Entscheidung, was Ihren Compliance-Anforderungen wirklich dient, nicht allein von Marketingversprechen oder Vertriebsgesprächen leiten.